Rückblick auf den 9.
Pfingstlauf - 31. Mai 2004
"Pfingstlauf
nicht mehr wegzudenken "
Rheinische
Post
v. 1. Juni 2005
Von Frank Langen
Krefeld.
Ex-Oberbürgermeister Hansheinz Hauser war mit
81 Jahren der älteste der begeisterten Teilnehmer
/ Erlös für behindertengerechte Spielplätze
in Uerdingen und Oppum
"Es
hat viel Spaß gemacht, das war wieder
eine tolle Veranstaltung", war von fast allen über
400 Teilnehmern des 9. Krefelder Pfingstlaufes
zu hören. Und in der Tat hatten es die
beiden Organisatoren Klaus Freiberger und Holger
Falk abermals geschafft, die inzwischen jährliche
Institution mit Wohlfühlcharakter zu einem
rundum gelungenen Ereignis zu machen.
Nicht nur das Wetter hatte gestern mitgespielt,
auch die Streckenführung
ausgehend vom Hockey-Gelände des CHTC durch den Krefelder Stadtwald erwies
sich als optimal. Einzig die zuvor groß angekündigte Brauerei Erdinger
hatte wohl den Weg in die Seidenstadt nicht gefunden. Dies tat der Freude und
dem Enthusiasmus der Läufer jedoch keinen Abbruch. So ging es für die
neun Gruppen nach den Ansprachen der Schirmherren Otto Pütz (Stadtsportbund-Vorsitzender)
und Ratsfrau Karin Meincke unter den brasilianischen Klängen von "Samba
X" aus Wachtendonk pünktlich um 10 Uhr im fünf- bis sechs-Minuten Rhythmus
auf die Strecken von zwei bis 20 Kiliometern.
Bestens
vorbereitet hatte sich Krefelds ehemaliger
Oberbürgermeister
Hansheinz Hauser, der mit 81 Jahren als ältester
Teilnehmer auf die Strecke ging und nach zwei
Kilometern locker mit Hockeyspieler Klaus Michler
ins Ziel trabte. Auch Badminton-As Juliane
Schenk, die als Laufpatin ihre Premiere beim
Pfingstlauf feierte, fand nach dem Zieleinlauf
nur Worte des Lobes: "Bisher habe ich vom Pfingstlauf
immer nur in der Zeitung gelesen. Wenn es klappt,
bin ich im nächsten Jahr wieder dabei.
Es ist eine tolle Sache, mit einigen bekannten
Gesichtern mal ganz zwanglos mitzulaufen."
Passen
musste dagegen Laufpatin Anne Poleska, die
sich für die am
kommenden Wochenende stattfinden Deutschen
Meisterschaften in Berlin (mit Olympia-Qualifikation!)
schonte, dafür aber als Ersatz ihre Mutter
Irmgard auf den Weg schickte. Auch an die Zuschauer
wurde gedacht. Holger Falk führte als
Moderator durch das Programm und holte sich
zwischendurch immer einen Laufpaten zum Interview
ans Mikrofon. So war über Hartmut Falkenberg
zu erfahren, das ihm vor drei Tagen der Verdienstorden
des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen wurde.
Am
Ende erwies sich die Aktion "Behindertengerechte Spielplätze" als
großer Gewinner. "Der gesamte Erlös
der Veranstaltung dient dazu, zwei Vogelnestschaukeln
für Spielplätze in Uerdingen und
Oppum sowie eine Schaukel für eine Kindertagesstätte
zu finanzieren,", erklärte Klaus Freiberger.
MEINUNG (Glosse der Rheinischen Post)
Nicht mehr wegzudenken
Der Pfingstlauf im Krefelder Statdtwald ist ein sportlicher
Event, bei dem es keine Preise zu gewinnen gibt und
wo die Zeitnahme keine Rolle spielt. Es geht vielmehr
darum die kollektive Freude an der Bewegung und die
Lust am Laufen, Walken und Handbiken ganz zwanglos
zu aktivieren. Behinderte und Nichtbehinderte laufen
ebenso gemeinsam ins Ziel wie die Leistungssportler
mit den Hobbyläufern.
Die Veranstaltung besitzt trotz der großen Teilnehmerzahl immer noch einen
familiären Charkater und ist aus dem Sportkalender der Stadt nicht mehr
wegzudenken. Die Anzahl derer, die von Jahr zu Jahr immer wieder mit dabei sind,
vergrößert sich zunehmend. Dies ist ohne Frage ein großer Verdient
der beiden Hauptorganisatoren Klaus Freiberger und Holger Falk, deren ehrenamtlicher
Arbeitsaufwand kaum mit Geld zu bezahlen ist. Hinzu kommt, dass der Erlös
komplett der Aktion "Behindertengerechte Spielplätze" zugute kommt.
Beiden
Organisatoren bleibt zu wünschen, dass im nächsten
Jahr der Teilnehmerrekord um ein Vielfaches geknackt
wird.